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Forum 2: Bildungsbegleitung und Übergangsmanagement als Kooperationsaufgabe von Schulen, Kammern und Arbeitsagentur

 

 

Dorothea Fuckner stellte den Aufgabenbereich der Bildungsbegleitung vor. In den Klassen 7 und 8 werden Kompetenzfeststellung und Berufsorientierungsbausteine durchgeführt. Vorher finden, zusammen mit der Berufsberatung, Informationsgespräche in den Klassen und auf Elternabenden statt. Mit den Schülerinnen und Schülern werden Gespräche zur Vorbereitung, Auswertung und zur weiteren Perspektivenentwicklung geführt. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist die Organisation, Begleitung und Auswertung der Kompetenzfeststellung und der Orientierungsbausteine bei den Bildungsträgern. Darüber hinaus werden Informationstage, Betriebserkundungen, Teilnahme an Messen etc. in Zusammenarbeit mit den Schulen organisiert. Die Schulen schätzen die Bildungsbegleiterin der Kammern als Kooperationspartnerin bei der Organisation und Durchführung von Berufsorientierungsaktivitäten insgesamt.
Angelika Knötig betont, dass alle Berufsstart-Aktivitäten in enger Zusammenarbeit zwischen Berufsberatung und Bildungsbegleitung stattfinden. Die Berufsberatung nutzt das Projekt BERUFSSTART, um noch intensiver mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern Entwicklungsperspektiven zu erarbeiten und sie auf Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu orientieren. Die Fachberatung baut auf den bisher in BERUFSSTART erzielten Ergebnissen auf (Kompetenzfeststellung, Orientierungsbausteine), die von den Schülerinnen und Schülern im Berufswahlpass dokumentiert werden. Außerdem werden die Einschätzungen über die Entwicklungspotenziale der Jugendlichen mit den Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleitern ausgetauscht. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die BERUFSSTART-Schülerinnen und Schüler meist mit klaren Vorstellungen über ihre berufliche Ziele in den Berufsberatungsprozess einsteigen. Die Berufsorientierung ist meist abgeschlossen. Die Beratung kann sich darauf konzentrieren, wie die Berufsziele in der Region umgesetzt werden können.
Thomas Fahlbusch (IHK Südthüringen) und Thomas Schröder (HWK Erfurt) betonten die Bedeutung des BERUFSSTART-Projekts für die Betriebe. BERUFSSTART reiht sich ein in verschiedene andere Projekte, mit denen die Thüringer Kammern eine größere Beteiligung der Unternehmen an Ausbildung fördern. Die Unternehmen nutzen die betrieblichen Orientierungsbausteine, um ihre Anforderungen einer Berufsausbildung transparent zu machen und zu erproben, wie die Jugendlichen mit dem Ausbildungsalltag umgehen. Das Risiko von Fehlentscheidungen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen wird gemindert, da die BERUFSSTART-Schülerinnen und Schüler in aller Regel über die Berufe, in denen sie sich bewerben, gut informiert sind.