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BERUFSSTART plus geht befristet weiter

- Finanzierung für das erste Schulhalbjahr gesichert -

Am 1. Juli 2014 erfolgte der Auftakt im BTZ Rohr, zu dem rund 50 Schulleiter, Beratungslehrer, Berufsorientierungskoordinatoren, Vertreter von Bildungseinrichtungen und Bildungsbegleiter aus Südthüringen gekommen waren.

"Leider ist es dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur aber nicht rechtzeitig gelungenen, trotz großer Unterstützung von Seiten der Kammern, eine verbindliche Rechtsgrundlage für das Schuljahr 2014/15 und folgende zu schaffen", sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Peter Hoffmann zu Beginn in seinem Grußwort. Für das erste Schulhalbjahr 2014/15 hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Restmittel aus dem Operationellen Programm der EU 2007 bis 2013 in Aussicht gestellt. Da eine abschließende Bewilligung von Fördermitteln zur Berufsorientierung in der Förderperiode 2014 bis 2020 durch die EU-Kommission bisher nicht erfolgt ist, bleiben Fragen zur weiteren Finanzierung von BERUFSSTART plus offen. "Somit befinden wir uns gegenwärtig in einer zweiten Übergangsphase zur Umsetzung von praktischen Berufsorientierungsmaßnahmen, so auch BERUFSSTART plus", sagte Peter Hoffmann zum Stand des Projektes.

In Ihrem Grußwort forderte Angelika Knötig, Teamleiterin U 25 der Agentur für Arbeit Suhl, die Berufsorientierung zu erhalten und ersuchte um die Fortsetzung der erfolgreichen Netzwerkarbeit aller Akteure.

Frau Peggy Greiser stellte aus Sicht der Projektleitung Grundlagen der Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung und der Richtlinie vor.

 

 

 

Informationsveranstaltung der Bildungsträger zur Antragstellung

 

Die Projektleitung hat am 15. Mai 2014, gemeinsam mit der GFAW und der Agentur für Arbeit, zu einer Informationsveranstaltung der Antragstellung für das Schuljahr 2014/15 ins BiW Erfurt eingeladen.

Der Einladung folgten ca. 50 Teilnehmer/innen der beteiligten 32 Bildungsträger von BERUFSSTART plus. Diese gemeinsame Veranstaltung ist nun schon Tradition um allen Bildungsträgern rechtzeitig die erforderlichen Grundlagen zur Umsetzung des Projektes, insbesondere zur Antragstellung zur Verfügung zu stellen. 

Besonders in dieser Übergangsphase erfordert dies großes Engagement aller Beteiligten, da durch die Fördermittelgeber BMBF, GFAW und Agentur für Arbeit verschiedene Antragsunterlagen genutzt werden.

 

 

BERUFSSTART plus soll weitergehen

 

www.berufsstartplus-thueringen.de/files/OTZ-01_04_2014-13-Berufsstart_plus_soll_weit-1608328483-Ausschnitt.pdf

 

Die von der EU geförderten Orientierungsmaßnahmen gehen in Thühringen weiter, erklärte Bildungsstaatssekretär Roland Merten auf eine Anfrage der Linken. Landrätin Michaele Sojka (Linke) begrüßte die Fortsetzung. Noch im Februar wurde befürchtet, dass das Projekt BERUFSSTART plus zu kippen droht, weil die Finanzierung nicht gesichert ist. Im Altenburger Land gehören dazu die Regelschulen in Schmölln, Treben, Gößnitz, Nöbdenitz, Rositz, Meuselwitz und Dobitschen, die sich in Trägerschaft des Landkreises befinden, sowie die Erich-Mäder-Schule, die Regelschule "Gebrüder Reichenbach" und die Regelschule "Dietrich Bonhoeffer", die zur Stadt Altenburg gehören. Vom Abbruch von Orientierungsmaßnahmen in Thüringen könne "absolut keine Rede sein", sagte der zuständige Staatssekretär.

 

  

Nun auch in Agrarbetreiben Berufsorientierung möglich

 

Südthüringer Agrarbetriebe überlassen die Nachwuchsgewinnung nicht mehr dem Zufall. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird nun auch im BTZ Rohr, wie bereits seit einem Jahr im HBZ Hildburghausen, das Berufsfeld Agrar vorgestellt. Schüler/innen der 7. und 8. Klassen haben die Möglichkeit sich eine Woche lang mit den grünen Berufen vertraut zu machen.  Gemeinsam mit dem Südthüringer Ausbildungsverbund, Bauernverband und interessierten Agrargenossenschaften wurde die Umsetzung der Bausteine lange vorbereitet. Die Südthüringer Betriebe haben zudem Geld angefasst, um Lehrmaterialien - vom Kuh-Modell über Schaukästen mit Getreide bis zu computergestützen Programmen - anzuschaffen und ein Lehrkabinett einzurichten.

Das Feedback war bei allen sehr positiv. Die Schüler/innen haben u.a. ein Bodenprofil angelegt, Kontakt mit Kälbern & Co. gehabt, Arbeiten im Schäferbetrieb absolviert oder ein landwirtschaftliches Memory gespielt. Sowohl für Schüler/innen als auch für die beteiligten Betriebe war es eine neue Erfahrung und Herausforderung. 

Es gibt noch viele schöne Ideen, die im nächsten Schuljahr dann umgesetzt werden sollen.

 

               

        

 

 

 

 

 

Beginn des neuen Schuljahres 2013 / 2014

Dank der Bereitstellung zusätzlicher Mittel in Höhe von ca. 1 Mio € für das Schuljahr 2013/14 , seitens des Bundesminitseriums für Bildung und Forschung, steht somit einer ordnungsgemäßen Durchführung nichts mehr im Wege. Durch das BMBF werden insgesamt 1,8 Mio € , dem ESF 2,5 Mio € sowie der Agentur für Arbeit 470 Tsd. € an Fördermitteln bereit gestellt.

Über 5.100 Schüler beginnen mit der Kompetenzfeststellung in der 7. Klasse das Projekt BERUFSSTART plus. Insgesamt beteiligen sich dieses Jahr ca. 20.000 Schüler/innen an 137 Schulen in Thüringen am Projekt.